Überfischung der Meere

Jeder hat schon einmal von der Überfischung der Meere gehört und kaum einer unternimmt etwas dagegen: Die Überfischung der Meere. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, hatte mehrere Ursachen. Zum einem ist es jeder Nation erlaubt, Hochseefischerei auf dem offenen Meer zu betreiben. Dies führt jedoch dazu, dass in fischreichen Gebieten alle Länder gleichzeitig auf Fischfang gehen und somit die Überfischung der Meere zustande kam. Sicherlich werden immer wieder Quoten festgelegt, von welcher Fischart welche Menge gefangen werden darf. Bedenkt man jedoch, dass allein in der Nordsee jedes Jahr 2,5 Millionen Fisch gefangen wird, dann fragt man sich, ob die Quoten grundsätzlich ausreichen, um die Überfischung der Meere zu stoppen. Momentan sieht es leider nicht so aus und viele Fischarten sind bereits ausgestorben und weitere sind vom Aussterben bedroht.

Warum konnte die Überfischung der Meere überhandnehmen?

Die Gier des Menschen brachte es zum Beispiel zustande, dass der Stör ausstarb. Dieser wurde gefangen, um die reifen Eier des weiblichen Fisches als Kaviar zu verkaufen. Diesen Genuss hätte sich der Mensch wahrlich ersparen können. Des weiteren werden viele Fische gefangen, um daraus Speiseöl herzustellen. Warum reicht in diesem Fall nicht die Verwendung von nachwachsenden Pflanzen? Ein weiteres großes Problem stellen die illegalen Walfänger dar, gegen die scheinbar kaum einer etwas unternehmen kann. All dies führte zu einer Überfischung der Meere.

Wie weit ist die Überfischung der Meere fortgeschritten?

Laut Aussagen der WWF und von Greenpeace sind bereits drei Viertel des Fischbestandes ausgeschöpft und dies weltweit! So weit ist die Überfischung der Meere bereits fortgeschritten. Manche Fischsorten sind bereits um 90 % zurückgegangen und trotzdem werden für diese Fischarten weiterhin keine Fangquoten festgelegt. Die Liste der gefährdeten Fischsorten, die durch eine Überfischung der Meere erstellt werden musste, enthält die beliebten Sorten wie Thunfisch, Kabeljau, Makrele, Dorsch und Lachs. Dies wurde unter anderem dadurch erreicht, dass beim Fang der Fische nicht darauf geachtet werden kann, ob weibliche oder männliche, bereits ausgewachsene oder Jungfische gefangen werden. Selbstverständlich verringert sich der Fischbestand, wenn die Fische gefangen werden, bevor sie geschlechtsreif sind und Jungfische in die Welt setzen können. Aber auch das Fangen von weiblichen Fischen, die bereits befruchtet sind, aber nicht mehr laichen können, führt zu einer Überfischung der Meere.

Was kann gegen die Überfischung der Meere getan werden?

Der Mensch versucht bereits, anhand von Quoten, die Überfischung der Meere einzudämmen. Auf der anderen Seite werden Fischzuchten angelegt, sodass der natürliche Lebensraum der Fische weniger belastet wird. Doch leider geht diese Rechnung nicht immer auf, da auch die Fische, die künstlich herangezogen werden, Nahrung benötigen. Und um welche Art von Nahrung handelt es sich hier? Natürlich um lebendige Fische, die aus dem Meer geholt werden. Auf diese Art und Weise kann die Überfischung der Meere nicht gestoppt werden. Der Verbraucher kann ebenfalls einiges unternehmen, um die Überfischung der Meere einzudämmen. Er sollte nach Möglichkeit keine Fische kaufen, die zu den gefährdeten Arten zählen. Ferner verleiht die Institution MSC sogenannte Prüfsiegel, die garantieren, dass der gekaufte Fisch von einem Unternehmen gefangen wurde, das die Überfischung der Meere nicht befürwortet.

Image: yoann_f – Fotolia

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